Gelesen: „Wer wir sind und was wir wollen“ (Philipp Riederle)

Auf Empfehlung eines Freundes hatte ich mir zwischendurch, obwohl ich noch lange nicht alle Bücher durch habe, die hier liegen, das Buch „Wer wir sind, und was wir wollen: Ein Digital Native erklärt seine Generation“ (Amazonlink mit Referal) bestellt und gelesen. Wobei gelesen vielleicht zu viel gesagt ist, denn tatsächlich war es mehr ein Überfliegen.

Philipp Riederle ist Jahrgang 1994, Podcaster – und Unternehmensberater.

Das er jung ist, merkt man seinem Schreibstil durchaus an. Häufig kommen Brüche und Sprünge in seinen – durchaus lesenswerten – Gedanken vor. Beispielsweise im Kapitel 12 („So geht Politik digital – Moderne Politik zwischen demokratischen Wahlkampf und arabischer Revolution“), wenn er erst darauf eingeht, dass 2012 Peer Steinbrück Kanzerkandidat für die SPD wurde und am Folgetag gemeldet wurde: „Der Kanzlerkandidat twittert nicht“. „Erreicht er so überhaupt die Jugend?“ – wenige Zeilen später folgt ein Sprung zum Motto „We open governments“ von WikiLeaks und einer ausführlichen Beschäftigung mit WikiLeaks und Julian Assange. Weiter geht es über die Arabische Revolution und zig Stationen, bis dann wieder von Steinbrück die Rede ist.

Insgesamt ist das Buch jedoch sehr interessant – unser Leben aus dem Blickwinkel eines nochmal 20 Jahre jüngeren zu lesen, für den der Umgang mit dem Internet von klein auf dazu gehörte.

Über 13 Kapitel schildert er hier seine Sicht auf diese Welt:

  1. Die lieben Medien – und wie wir damit umgehen
  2. Vom Auto bis zum Automaten
  3. Start making sense!
  4. Was treibt uns an?
  5. User-generated Life in einer flüssigen Welt
  6. Keine Altersfrage: Kindheit und Erwachsensein
  7. Bildung – auf den Kopf gestellt
  8. Es gibt viel zu tun
  9. Let’s face it
  10. Ruhe, Rausch und Rebellion
  11. Wie wir leben
  12. So geht Politik digital
  13. Von der Virtual Reality zur Real Virtuality

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Man sieht, es werden einige Punkte angegangen – auch wenn aus dem Inhaltsverzeichnis nicht so ganz klar wird, was einen in den einzelnen Kapiteln erwartet.

Gut gefallen tut mir in Kapitel 7:

„Im realen Leben zählt: Nur wenn man ein Ziel vor Augen hat, kann man auf etwas hinarbeiten und ein gutes Leben führen.“

In vielen Punkten kann ich ihm zustimmen, egal ob das um Fernsehkonsum oder den Verzicht auf ein eigenes Auto geht. Auch das überlegene Wissen, dass ein Schüler heute unter der Schulbank dank Smartphone oder Tablet sich aneignen kann, das stellt zweifelsohne eine große Herausforderung an ein modernes Bildungssystem dar.

Fazit

Das Buch „Wer wir sind und was wir wollen“ kann sich für diejenigen lohnen, die weit von Jugendlichen – Digital Natives (?) – entfernt sind, um diese besser zu verstehen. Mir hat es nicht besonders gefallen, was aber nicht heissen muss, dass es Dir nicht gefällt. Schliesslich wurde mir das Buch auch von einem Freund empfohlen.

Und einem jungen Menschen gehört Respekt gezollt, wenn er in diesem Alter bereits ein Buch mit über 250 Seiten und ausführlicher Quellenangabe schreibt!

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